Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Helga, Herbert, Oona Valarie, Felix Schager, Ufuk Serbest

5 Individualisten spielen Familie

KUNSTHAUS TACHELES
11. August-9. September 2007

Helga, Herbert, Oona Valarie, Felix Schager und Ufuk Serbest wurden von Martin Reiter, seit mehr als 20 Jahren Aktivist des Kulturhauses Tacheles in Berlin, eingeladen, in den Räumen des Blauen Salons (twa 400 qm) eine Ausstellung zum Thema Familie mit sozio-politischen und individuellen Kontext zu gestalten.
Sie verstehen sich als KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen, die sowohl am künstlerischen als auch am kulturellen Spielfeld im „Hier und Jetzt“ mitgestalten. Sie positionieren sich, indem sie Missstände aufzeigen und versuchen, individuelle Glücksvorstellungen mit ihrem politischem Verständnis zu kombinieren. Eines haben die KünstlerInnen gemeinsam, ihre Kunst hat immer mit Gefühl zu tun. Die Arbeiten kennzeichnen sich durch ihren narrativen Charakter und durch ihre subtilen und sehr persönlichen Weltanschauungen und Selbstreflektionen. Interaktives Spielen ist ebenso ein unerlässliches Element in den Arbeiten wie die Auseinandersetzung mit sozio-politischen und individuellen Themen. Die Themenprioritäten in ihren Werken beschäftigen sich mit Gender-Fragen, Sexualität, Politik, Migration, persönlichen Weltanschauungen und Schnappschüssen.
Sie verstehen Kunst nicht im Sinn von ästhetisch „Schönem“, sondern sie verfolgen immer die gegenwärtige politische Situation, nehmen sie wahr, verdauen sie, reflektieren und kombinieren sie mit ihrer eigenen persönlichen Erfahrung und finden so neue Standpunkte, die sie mit künstlerischen Medien bearbeiten und thematisieren. Sie blicken die Welt mit „neugierigen, offenen“ Augen an und versuchen so, sie aufs Neue zu gestalten. Die Grundgedanken zu vielen ihrer Arbeiten entstehen auf der Strasse, manche werden in einen direkten Kontext gestellt und demnach auch im öffentlichem Raum präsentiert. Andere werden weiter gesponnen und für den Galerie- und Museumsbetrieb konzipiert. Beide Rezeptionsorte sind für die KünstlerInnen unerlässlich. Am Museumsbetrieb schätzen sie, dass die Kunst bewusst erlebt wird, am öffentlichen Raum der Stadt interessiert das Unvorhersehbare, also die unbewusstere Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur. Geplant ist – in dieser Werkschau – Solo- und Gemeinschaftsarbeiten zu konzipieren und zu präsentieren. In ihrem breit gefächertem künstlerischem Spektrum verwenden sie klassische Medien ebenso wie moderne.
Die KünstlerInnen versuchen stets Traditionelles mit Zeitgemäßem zu kombinieren. Das Spektrum reicht von Malerei zu Textilem, von Computeranimationen und Computergrafiken zu Multimedia-, Video- und Audio-Installationen, von Stencil- und Graffiti-Art zu Performances.

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