{"id":4925,"date":"1993-09-02T23:55:52","date_gmt":"1993-09-02T21:55:52","guid":{"rendered":"http:\/\/schager.servus.at\/?p=4925"},"modified":"2014-08-28T23:11:51","modified_gmt":"2014-08-28T21:11:51","slug":"kathy-rae-huffman-uber-herbert-schager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schager.servus.at\/?p=4925","title":{"rendered":"KATHY RAE HUFFMAN: \u00dcber Herbert Schager"},"content":{"rendered":"<p>Herbert Schager ist ein vielseitiger, in mehreren Disziplinen agierender K\u00fcnstler, der die <!--more-->weitgehend etablierte Video\u00e4sthetik ignoriert und so zu einer eigenst\u00e4ndigen Bildsprache in diesem Medium findet, indem er die Ideen von Malerei, Grafik, Film und Montage mit den Techniken von Video und Computer verbindet. Mit dieser Arbeitsweise verschiebt er die Grenzen der akzeptierten Formkriterien, die meist als isolierte, voneinander verschiedenen Medien angesehen werden. Inhaltlich reflektieren Schagers Videos sein Interesse an der aktuellen \u201chard core\u201d Musik, an den Arbeiten von Jeff Koons und Frank Zappa ebenso wie an ungebundenen, expressiven Lebenshaltungen. Seinen Weg verfolgt er eher instinktiv, und, obwohl er behauptet, nicht zu wissen, was ein K\u00fcnstler sei, ist sein Habitus eindeutig der eines traditionellen bildenden K\u00fcnstlers: spontan, intuitiv, kompromi\u00dflos, unbek\u00fcmmert ob der Akzeptanz und Anzahl seines Publikums.<\/p>\n<p>Schagers Medienarbeit, die nur peripher als Videokunst bezeichnet werden kann, entsteht haupts\u00e4chlich mit einem Amiga Computer, vornehmlich generiert er trickfilm- und clipartige Bilder im Zusammenhang mit Musik. Nach vielen Jahren Erfahrung mit Super-8-Filmen konzentriert er sich seit einiger Zeit auf die k\u00f6rnige, rauhe Bild\u00e4sthetik des Amiga und distanziert sich damit von der perfektionistischen, glatten \u00c4sthetik des industriellen TV-Standards. Ganz eindeutig ist er mehr am Inhalt, als an einem sich professionell gebenden Produkt interessiert.<br \/>\nIn all seinen Arbeiten zeigt sich eine intensive Auseinandersetzung mit zeitgen\u00f6ssischer Kultur und Politik, sie handeln von menschlichen Lebensumst\u00e4nden, Sexualit\u00e4t, Armut und gewaltt\u00e4tigen, manchmal grotesken Aspekten des Lebens. Aufgrund seiner Themen und der ungesch\u00f6nten Unmittelbarkeit, wird sein Werk oft als schwer, aggressiv und unbequem bezeichnet. Was ihn eigentlich \u00fcberrascht, weil er viele seiner Themen in den TV-Nachrichten findet und aktuelle Geschehnisse in einen k\u00fcnstlerischen Kontext transformiert.<\/p>\n<p>Seit seinen ersten Videoarbeiten \u201cFeuersturm\u201d und \u201cEat Your Heart Out\u201d arbeitet Schager mit Linzer Musikern (Wolfgang Dorninger, \u201cKr\u00fcppelschlag\u201d, Sam Auinger) zusammen. Musik und Lyrik wird \u00fcbersetzt in Feuerbilder, \u00dcberblendungen, Wiederholungen von Sequenzen mit Knochen und sexuellen Handlungen. In \u201cMedienhagel\u201d (Auf der Flucht), ein Kurzvideo aus dem Jahr 1992, wird die Computertechnik f\u00fcr die Multiplikation von Bildern eingesetzt und mit den Aufnahmen eines brennenden Films verschmolzen. Am Video \u201cOhne Titel\u201d arbeitete Schager von 1998 bis 1992, wobei die Bildinhalte und Auingers Trommelmusik immer wieder neu kombiniert und formal weiterentwickelt wurden. Die Arbeit vermischt Bildeindr\u00fccke exotischer Herkunft (vorwiegend aus dem Fernsehprogramm) mit Malerei, Computergrafik und Performance-Sequenzen. Ein Werk mit schon epischem Charakter, das auf die einzigartigen M\u00f6glichkeiten verweist, die das neue Medium K\u00fcnstlern an die Hand gibt, um einen eigenen Stil und zeitgem\u00e4\u00dfe Ausdrucksformen zu entwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herbert Schager ist ein vielseitiger, in mehreren Disziplinen agierender K\u00fcnstler, der die<\/p>\n","protected":false},"author":7625,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,20],"tags":[],"class_list":["post-4925","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-german","category-texte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4925","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7625"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4925"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4925\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4927,"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4925\/revisions\/4927"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4925"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4925"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4925"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}