{"id":4836,"date":"1994-01-01T20:04:41","date_gmt":"1994-01-01T19:04:41","guid":{"rendered":"http:\/\/schager.servus.at\/?p=4836"},"modified":"2024-12-18T20:47:38","modified_gmt":"2024-12-18T19:47:38","slug":"die-elektronische-galerie-kunstlabor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schager.servus.at\/?p=4836","title":{"rendered":"Die Elektronische Galerie, Kunstlabor"},"content":{"rendered":"\n<!--more-->\n\n\n<p><strong>&#8222;Die Elektronische Galerie&#8220;, Wien-Linz-Bregenz (Beteiligung)<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>KUNSTLABOR hat die Bezeichnung &#8222;Kunst&#8220; vor &#8222;Labor&#8220; stehen, etwa in der Art wie das Pr\u00e4fix un- vor sch\u00f6n. Und solange dem so ist, ist die Orientierung unserer k\u00fcnstlerischen Praxis vorrangig auf die zeitgen\u00f6ssischen Diskurse der Kunst gerichtet.<br \/>\nDIE ELEKTRONISCHE GALERIE hat demnach nicht zum Ziel, die Computergrafik zu f\u00f6rdern. Sie ist nicht nur eine Ansammlung von physikalischen Komponenten: die Bezeichnung steht f\u00fcr ein Kunst-Projekt. Sie folgt auch nicht den Dogmen der Medien-Kunst, denn die gebotenen M\u00f6glichkeiten an Interaktivit\u00e4t reichen nicht einmal an Video on demand heran. Auch wer online an die horizontalen Angebote von Madame Jacky und ihrer Freundin Miss 0. aus Wien-Ottakring herankommen m\u00f6chte, wird von diesem Netzwerk entt\u00e4uscht sein. Und Vorsicht! Diese Einrichtung ist kein Modell f\u00fcr ein k\u00fcnftiges tele-working bildender K\u00fcnstler.<br \/>\nDer Galeriebetrieb funktioniert denkbar einfach: Zirka f\u00fcnfzig K\u00fcnstlerInnen sind zur Teilnahme eingeladen und k\u00f6nnen ihre Beitr\u00e4ge mittels Computermodem oder Faxger\u00e4t zu jeder Zeit an die zentrale Sammelstelle (Zentralrechner) \u00fcbermitteln. Die Sichtstellen der Galerie, die an beliebigen Orten und in unbegrenzter Zahl aufgestellt werden k\u00f6nnen, nehmen nach Anschlu\u00df an Steckdose und Telefonleitung selbst\u00e4ndig ihren Betrieb auf und aktualisieren sich und somit das gezeigte Galerieprogramm automatisch durch t\u00e4gliche Daten\u00fcbertragung per Telefonleitung und Modem von der Zentrale. Die Anzeige der Ausstellung erfolgt unwiderruflich, entweder auf einem integrierten LCD-Bildschirm (LCD-PANEL) oder auf dem eigenen Fernsehapparat (CHANNEL 37), in Form von sich permanent im Minutenrhythmus abwechselnden Standbildern.<\/p>\n<p><strong>STRUKTURORIENTIERTE KUNST<\/strong><\/p>\n<p>Unplugged art for a complex world.<\/p>\n<p>1 Dem internationalen Gesamtplan der ELEKTRONISCHEN GALERIE liegt ein Selbstverst\u00e4ndnis von k\u00fcnstlerischer Praxis zugrunde, das die Kunst unter gesamtgesellschaftlich-funktionalen Bedeutungsaspekten definiert. Das impliziert schon die Ber\u00fccksichtigung von Kontingenz, die sich aus der Projektion des Planes auf die m\u00f6glichen Operationsfelder ergibt. Das von den Professionisten (den K\u00fcnstlern) gestartete Kommunikationsprogramm (des Kunst-Projekts) ist in seinem Anschlu\u00dfwert vorerst unbestimmt und in der Folge seiner Verfahrenswege der Dynamik von komplexen Handlungs- bzw. Kommunikationssystemen ausgesetzt. Dieses Programm durchl\u00e4uft also im intertextuellen Raum diverse Folgen von Zust\u00e4nde, die als Attraktoren im Sinne der formalen Theorie dynamischer Systeme verstanden werden k\u00f6nnen. Oder frei nach Julia Kristeva: der Text entsteht aus der Bewegung einer simultanen Affirmation und Negation anderer Texte. Der Kontext ist dabei immer komplexer als der Text selbst. Das bedeutet, da\u00df die Komplexit\u00e4tsunterlegenheit durch Selektionsstrategien ausgeglichen wird, worauf die Handlungstr\u00e4ger selbst nur sehr eingeschr\u00e4nkt Einflu\u00df nehmen k\u00f6nnen. Die beabsichtigte Einflu\u00dfnahme wird deshalb vorsichtig als intervenierende Ma\u00dfnahme bezeichnet.<\/p>\n<p>2 Ohne die Eigendynamik bzw. die Eigengesetzlichkeit von komplexen Systemen leugnen zu wollen, konzeptualisieren wir1 soziale Systeme dahingehend, da\u00df die Verfahrenswege von Interaktionen durch sich wechselseitig bedingende Aggregationsniveaus gesteuert werden, und gezielte intervenierende Ma\u00dfnahmen, je nach Kontrollm\u00f6glichkeit der zu beeinflussenden Felder, ebenso von Personen bzw. -gruppen auf der Skala von wahrscheinlich bis unwahrscheinlich gesteuert werden k\u00f6nnen. Der gesellschaftskritische Diskurs konstatiert dazu etwa strukturelle Gewalt, konkrete Machtverh\u00e4ltnisse zwischen Interessensgruppen, demnach Herrscher und Beherrschte, Hegemonie von Machtmonopolen etc. Diese Sachverhalte sind ebenso mit der Konstitution jener Felder verbunden, wo sich das symbolische Kapital konzentriert. Noch deutlicher, wo die Formel, symbolisches Kapital ist gleich \u00f6konomisches Kapital, l\u00e4ngst keinen &#8222;Grundwiderspruch&#8220; mehr darstellt. Wiewohl diese Formel ein jederzeit nachweisbares Faktum ist, mu\u00df sie geradezu in der zum Gro\u00dfteil archaisch anmutenden Sph\u00e4re der Kunst ausgeblendet (verdr\u00e4ngt) werden.<\/p>\n<p>3 Das Kunstsystem verf\u00fcgt \u00fcber Leistungssektoren in bezug auf andere Funktionssysteme. Und wie Kunstproduktionen in der Vergangenheit und heute zeigen, gibt es spezifische Methoden um die das Kunstwerk bedingenden gesellschaftlichen Faktoren bewu\u00dft (!) in die k\u00fcnstlerische Arbeit selbst zu integrieren. Die Crux solcher Unternehmungen liegt selbstredend im Wie. In den zahllosen k\u00fcnstlerisch-gescheiterten F\u00e4llen wurde zumeist die Auflage ignoriert, da\u00df Fakten auch in anderen sozialen Bereichen, wie etwa der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft etc., nur in einer je f\u00fcr diesen Bereich verst\u00e4ndlichen Form kommuniziert, d.h. zugleich an \u00dcberzeugungskraft gewinnen k\u00f6nnen. Wenn also eine synreferentielle Bezugnahme eine k\u00fcnstlerische Arbeit formieren soll, mu\u00df umso exakter kodiert werden. Praktisch bedeutet das, da\u00df die Kodierung der Arbeit ebenso der Selbstreferentialit\u00e4t bzw. der selbstreflexiven Reproduktion des Systems, in diesem Falle des Kunstsystems, folgen mu\u00df. Die Hoffnung, da\u00df die Dynamik des Systems das Kommunikationsanbot schon irgendwie in die &#8222;gepflegte Semantik&#8220; der Kunst bef\u00f6rdern werde, ist tr\u00fcgerisch. Denn gerade diese Dynamik ist gnadenlos.<\/p>\n<p>4 Die modernen bzw. postindustriellen Massengesellschaften werden in immer k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden von Komplxit\u00e4tssch\u00fcben ersch\u00fcttert. Jeder dieser Sch\u00fcbe bedeutet wiederum, da\u00df jede \u00c4nderung der Differenzierungsform, die ihr entsprechenden Temporalstrukturen erzeugt, die von uns alten nicht unbemerkt immer mehr an Tempo zunehmen. F\u00fcr das Kunstsystem, das ein soziales System ist, also ein systemautonomes Teilsystem der Gesellschaft ist, bedeutet das, da\u00df es ebenso, wie andere Teilsysteme auch, an die basalen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten unserer Gesellschaft mit temporalisierter Komplexit\u00e4t gekoppelt und somit deren Effekte ausgesetzt ist. Nicht das Ereignis (beispielsweise als Handlung) z\u00e4hlt, sondern nur eine Einheit von Ereignissen, geordnet durch selbstreflexive Selektionsprozesse des betreffenden Systems selbst, indem ein bestimmtes Muster der Verkn\u00fcpfung mit anderen Handlungen gew\u00e4hlt wird. Nur in dieser Weise erh\u00e4lt eine Folge von Ereignissen den Status von Kommunikation, d.h. zugleich, da\u00df sie nur so als gesellschaftliche Produktion Geltung erlangen k\u00f6nnen. Temporalisierte komplexe Systeme verf\u00fcgen zwar \u00fcber anspruchsvolle interne Arrangements, sind aber auch vermehrt abh\u00e4ngig von Umweltinformationen. Reproduktion in temporalisierten Systemen wird so zum Dauerproblem.2<\/p>\n<p>5 Mit dieser Einsicht verstehen wir den Zusammenhang von der Ausbildung der Eigenkomplexit\u00e4t des Kunstsystems mit der notwendigen Expansion des Kunstbegriffs in der modernen Kunst, die vermehrte Bezugnahme auf sogenannte kunstferne Disziplinen und die Einbindung ihrer Themen und Methoden in die eigene Praxis. Da nur in der Differenzerfahrung die M\u00f6glichkeit von Informationsgewinn liegt, tendiert der Zugriff der Kunsthandlungstr\u00e4ger im Rennen um den Anschlu\u00df an den Diskurs auf immer sog. kunstfernere Bereiche. Die Gefahr lauert in einer systemimmanenten Entropie, wenn also, pragmatisch gesprochen, die angestrebte kommunikative Engf\u00fchrung der Anbote nicht mehr oder sehr ungen\u00fcgend zustande kommt. Die Conclusio f\u00fcr die k\u00fcnstlerische Praxis bedeutet demnach, da\u00df die brauchbare L\u00f6sung weniger im Zugriff auf immer kunstfernere Bereiche liegt, sondern &#8211; wie auch das historische Archiv der Kunst best\u00e4tigt &#8211; in der Nutzung jener Formbildungs-Potentiale, die der soziokulturelle Evolutionstrend freisetzt.<\/p>\n<p>6 Im Mi\u00dfverst\u00e4ndnis der Konsequenz daraus, meinen jetzt Teile der K\u00fcnstlerschaft, da\u00df die angemerkten Problemlagen mit einem Schlag ausger\u00e4umt sind, indem sie sich einfach digitaten Kommunikations-Netzwerken zuwenden. Diesen Eindruck k\u00f6nnte man schon jetzt gewinnen,wenn man im Internet-Renner &#8222;World Wide Web&#8220; bl\u00e4ttert. Das &#8222;Internet&#8220;, das ja bekanntlich \u00fcber eine LAN-konforme offene Schnittstelle verf\u00fcgt und so nicht nur zigtausende lokale Netze in der ganzen Welt verbindet, sondern mithin auch eine Vielzahl von Interessensgruppen, ist &#8211; zumindest jetzt noch &#8211; eine der Sozio-Kultur zugeh\u00f6rige spezifische Form, wo der Status von Professionisten der Kunst-Kultur &#8211; wie schon in den Konzepten der k\u00fcnstlerischen Telematik vorgesehen &#8211; seine Geltung verloren hat. Da hilft auch der Rettungsanker &#8222;Metadesigner&#8220; nicht mehr allzuviel. Andersherum ist der historische Kunstzusammenhang eine Ideenevolution. Das bedingt, da\u00df die Gegenwart einer jeden K\u00fcnstlergeneration ihre je eigene Vergangenheit und Zukunft neu formiert, und mithin ihre je g\u00fcltigen Positionierungen. Oder stellen wir einfach fest: da\u00df die etwa im &#8222;WWW&#8220; vetretenen K\u00fcnstler und -gruppen im Namen der Kunst-Kultur (= Hoch-Kultur) einen Kommunikationsraum kolonialisieren, den der universit\u00e4re Komplex zusammen mit soziokulturell orientierten Gruppierungen dem US-Mitit\u00e4r abgerungen haben und der als telematische Widerstandskultur Bedeutung erlangt hat. Der Leiter Robert Taylor des Internet-Vorl\u00e4ufers &#8222;Arpanet&#8220; wurde wegen Ungehorsams nach Vietnam strafversetzt. Heute sind schon mehr als die H\u00e4lfte der Internet-Bewohner kommerziell orientiert.<\/p>\n<p>7 Der intentionale Plan der ELEKTRONISCHEN GALERIE setzt an einem Diskursstrang an, der mit alter Vitalit\u00e4t die Ideenevolution der modernen Kunst von ihren Anf\u00e4ngen bis in die Gegenwart formiert hat. Zum Teil aus oben schon angef\u00fchrten Gr\u00fcnden, steht dieser Diskursstrang repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Expansion des Kunstbegriffs und wird heute bereits von der vierten k\u00fcnstlerischen Generation fortgesetzt. Sp\u00e4testens seit 1993 klebt an diesem Diskurs das Etikett &#8222;Kontext-Kunst&#8220;.3 Wir von KUNSTLABOR wollen unseren Ansatz aus mehreren Gr\u00fcnden von diesem Etikett abgrenzen. Nicht zuletzt in Konsequenz diverser \u00dcberlegungen, wie es etwa Pierre Bourdieu, angesprochen auf den Begriff des Kontextes in der Behandlung bei Wolfgang Kemp oder bei T.J. Clark, auf den Punkt bringt: &#8222;\u2026 in beiden F\u00e4llen handelt es sich um kraftlose und inkonsistente Konzepte, die nur beschreiben, da\u00df die K\u00fcnstler auch von einem sozialen Universum mit Institutionen umgeben werden.&#8220;4<\/p>\n<p>8\u00a0 Wir von KUNSTLABOR ersetzen den schwammigen Begriff &#8222;Kontext&#8220; durch &#8222;Strukturen&#8220;, und zwar in einem systemtheoretischen Sinn. Die Interdependenz von Text\/Kontext l\u00e4\u00dft sich bei differenzierter Betrachtung nicht ohne weiteres mit System\/Umwelt \u00fcbersetzen. Keinesfalls leiten wir unseren Strukturbegriff von strukturalistischen Theorien ab, sondern verstehen Struktur von der Notwendigkeit autopoietischer Selbstreproduktion her. Die Ordnungsleistung der Struktur besteht in dieser Sichtweise darin, unstrukturierte Komplexit\u00e4t, d.h. den drohenden Zerfall &#8211; der zur Aufl\u00f6sung der Relationierungsmuster der Systemelemente, also zu Entropie f\u00fchren w\u00fcrde &#8211; in strukturierte Komplexit\u00e4t, d.h. in eine strukturierte Ordnung \u00fcberzuf\u00fchren. Stichwort: &#8222;dissipative Strukturen&#8220;5. In welche &#8222;Tiefenlage&#8220; dieser Strukturbegriff reicht wird aber erst dann evident, wenn Struktur auch im Verst\u00e4ndnis von Proze\u00df nicht nur mit Komplexit\u00e4t, sondern noch mit (System-)Zeit in Zusammenhang gebracht wird. Da in komplexen sozialen Systemen nicht jedes Element (sei es als Ereignis oder als Handlung) mit jedem jederzeit (!) verkn\u00fcpft werden kann, wird in der reflexiven Selektion, aus einer Vielzahl von kombinatorischen M\u00f6glichkeiten, permanent nur ein bestimmtes Relationierungsmuster realisiert. Das bedeutet f\u00fcr die Anbieter von Kommunikationsprogrammen eine hohe Chance und ein hohes Risiko gleicherma\u00dfen. Die gesamtgesellschaftlichen Temporatstrukturen machen das Anbieten f\u00fcr die Anbieter zum &#8222;Thrill&#8220;. Unter &#8222;Strukturorientierter Kunst&#8220; meinen wir demnach jene k\u00fcnstlerischen Ans\u00e4tze, die mit den Methoden der Kunst die sie bedingenden Prozesse der Reproduktion konzeptuell, gleichsam endogen, in die k\u00fcnstlerische Arbeit selbst einf\u00fchren.<\/p>\n<p>9 Das Verh\u00e4ltnis der ELEKTRONISCHEN GALERIE zu den anderen Realit\u00e4tskonstrukten, die ihr Milieu ausmachen, ist ein indexikalisches. D.h. sie ist als Kunst an die systemimmanente Logik gebunden. Oder: sie ist in Differenz von Identit\u00e4t und Differenz anderer Realit\u00e4tskonstrukte. Die technischelektronischen Komponenten der ELEKTRONISCHEN GALERIE, die an der Komplexit\u00e4t gemessen sowohl strukturell wie funktionell einfach sind, verhalten sich zu dem, worauf sie projiziert sind, wie &#8222;triviale Systeme&#8220; im Sinne von Glaserfeld. Das bedeutet, es kann eben nur in dieser Weise damit modelliert werden. Indem diese Komponenten aber als simple Input-Output-Modelle der Dynamik komplexer Kommunikationsr\u00e4ume ausgesetzt werden, gewinnt das Projekt ELEKTRONISCHE GALERIE, das nichts imitiert, kopiert, parodiert, schon gar nicht etwas widerspiegelt oder repr\u00e4sentiert, \u00fcber seine physikalische Beschr\u00e4nkung hinaus an Eigenkomplexit\u00e4t. Dergestalt ist das Projekt in der Lage, die M\u00f6glichkeit von Differenzerfahrung und damit Informationsgewinn seitens der Rezipienten zu evozieren.<\/p>\n<p>10 Es geht bei all dem nicht um sogenannte Inhalte, wie sie naiverweise immer wieder in den Diskussionen um die Kunst gefordert werden. Auch nicht um &#8222;das sinnstiftende Subjekt&#8220;, da\u00df ja ein anthropozentrisch gen\u00e4hrtes Phantasma ist. Denn erst in der Ordnungsleistung der Struktur kommt den Letztelementen (Ereignisse, Informationen etc.) Sinnkonstitution zu. Und es ist die selbe Anordnung der Elemente (keine Seinseinheiten!), die den Inhalt ergibt, aber zugleich auch die Form ausmacht. Es geht also um die Differenz selbst, die Form ist.<\/p>\n<p><em><strong>F.E.Rakuschan<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: x-small;\">Anmerkungen:<br \/>\n1 Wenn im Text &#8222;wir&#8220; steht, dann hei\u00dft das: es gibt \u00fcber die angesprochene Sache eine konsensuelle Einkunft zwischen den Personen von KUNSTLABOR.<br \/>\n2 s. dz. Niklas Luhmann: Soziale Systeme. Grundri\u00df einer allgemeinen Theorie. Frankfurt\/Main: Suhrkamp 1987.<br \/>\n3 Im Rahmen des &#8222;steirischen herbst &#8217;93&#8220; wurde die Ausstellung &#8222;Kontext Kunst&#8220; veranstaltet. Kurator: Peter Weibel. S. dz. auch: Peter Weibel (Hg.): Kontext Kunst. The Art Of The 90&#8217;s. DuMont. K\u00f6ln 1994.<br \/>\n4 Pierre Bourdieu interviewt von Isabelle Graw: Selbstbeziehung. In: Texte zur Kunst, 2. Jhg., Nr. 6; Juni 1992.<br \/>\n5 s. dz. Ilya Prigogine\/ Nicolis Gregoire: Die Erforschung des Komplexen. M\u00fcnchen 1987.<\/span><\/p>\n<p>Anl\u00e4\u00dflich der Ars Electronica &#8217;95 ist DIE ELEKTRONISCHE GALERIE in einem Linzer Hotel installiert. \u00dcber die Einheit CHANNEL 37 k\u00f6nnen die Bildbeitr\u00e4ge der K\u00fcnstlerInnen \u00fcber das Hotelfernsehsystem unter dem angef\u00fchrten Kanal in jedem Hotelzimmer empfangen werden. Im Foyer des Hotels ist die Sichtstelle LCD-PANEL montiert.<br \/>\nGrafik: Peter Hauenschild.<\/p>\n<p>DIE WIENER PHANTOM-AVANTGARDE SETZT ZEICHEN. WENN N\u00d6TIG HARDWAREM\u00c4SSIG MIT DEM L\u00d6TKOLBEN AUF DER TASTATUR.<\/p>\n<p>DIE ELEKTRONISCHE GALERIE verf\u00fcgt(e) bisher \u00fcber folgende Sichtstellen:<br \/>\nseit 10. 11. 1994 Kunsthalle Wien<br \/>\nvon 01. 12. 1994 Tempor\u00e4re Installation w\u00e4hrend der Diagonale<br \/>\nbis 07. 12. 1994 im Holyday Inn. Salzburg<br \/>\nvon 04.12. 1994 Galerie Vogt. Wiesbaden (nicht bezahlt bis 20.12. 1994 demontiert w\u00e4hrend der laufenden Ausstellung)<br \/>\nseit 18.12.1994 Offenes Kulturhaus, Linz<br \/>\nseit 01. 01. 1995 Festspielhaus Bregenz<br \/>\nseit 21. 02. 1995 Landesmuseum Tirol Ferdinandeum, Innsbruck<br \/>\nseit 24. 03. 1995 Museum Arbeitswelt, Steyr<br \/>\nseit 05. 04. 1995 Kunstraum Wien<br \/>\nseit 20. 06. 1995 Werkstadt Graz<br \/>\nseit 20. 06. 1995 Hotel Ramada, Linz<\/p>\n<p>DIE ELEKTRONISCHE GALERIE wird von folgenden K\u00fcnstlerInnen bespielt:<br \/>\nAndreas Kunzmann &#8211; Andreas Lichtenfels &#8211; Anna Steininger &#8211; Armin Medosch -Bob Adrian X &#8211; Christoph Nebel Etoy &#8211; F.E.Rakuschan &#8211; Franco Kappl &#8211; Franz Blaas &#8211; Franz Krahberger &#8211; Fritz Grosz &#8211; Gebhard Sengm\u00fcller &#8211; Gerda Lampatzer &#8211; Gerwald Rockenschaub &#8211; Gottfried Bechtold &#8211; Hans Weigand &#8211; Heinz Reisinger &#8211; Helmut Mark &#8211; Helmut Stadlmann &#8211; Helmut Weber &#8211; Herbert Schager &#8211; Hilus &#8211; Hubert Matt &#8211; H.R. Fricker &#8211; J\u00fcrg Meister &#8211; Kit Blake -Konrad Becker &#8211; Kurt Hentschl\u00e4ger &#8211; Kurt Kren &#8211; Leo Schatzl &#8211; Literatur und Medien &#8211; Margarete Jahrmann &#8211; Martyn Berger &#8211; Mathias Fuchs &#8211; Matta Wagnest &#8211; Max Moswitzer &#8211; Michael Huber &#8211; Muki Pakesch &#8211; Norbert Pfaffenbichter &#8211; Pepi \u00d6ttl &#8211; Peter Fend &#8211; Peter Kogler &#8211; Peter Sandbichler &#8211; Rainer Ganahl &#8211; Ruth Schnell &#8211; Sabine Bitter &#8211; Stoph Sauter &#8211; Tassilo Blittersdorf &#8211; Tin &#8211; Tristan Th\u00f6nnissen &#8211; U Phi &#8211; Udo Wid &#8211; Van Gogh TV -You Never Know &#8211; Zelko Wiener<\/p>\n<p>KUNSTLABOR ist eine Arbeitsgemeinschaft, die Entwicktung im Bereich der kybernetischen Kunst leistet. Neue Formbildungs-Potentiale, die der soziokulturelle Evolutionstrend freisetzt, dienen als Rohmaterial. DIE ELEKTRONISCHE GALERIE wurde von KUNSTLABOR in zweij\u00e4hriger Arbeit entwickelt und ist alleiniger Betreiber. KUNSTLABOR sind: Max KOSSATZ, Oskar OBEREDER, F.E.RAKUSCHAN, Franz XAVER.<\/p>\n<p>KUNSTLABOR ist erreichbar:<br \/>\nTEL.:++43\/+222\/5228145<br \/>\nFAX.:++43\/+222\/4933429<br \/>\nemail:Kunstlabor@thing.or.at http:\/\/www.atnet.co.at<\/p>\n<p>BESTELLSCHEIN:<\/p>\n<p>1.) EMPFANGSEINHEIT<br \/>\nDie f\u00fcr den Empfang und die Anzeige des Programms der ELEKTRONISCHEN GALERIE notwendige Computerhard- und -software ist in den angebotenen Ger\u00e4ten integriert und verkabelt. Durch das von uns entwickelte PLUG AND PLAY SYSTEM nimmt die Sichtstelle automatisch ihren Betrieb auf,wenn die Empfangseinheit mit Strom versorgt und mit der kundeneigenen Telefonleitung verbunden ist.<br \/>\nKUNSTLABOR bietet Ihnen zwei verschiedene Varianten von Empfangseinheiten an:<br \/>\n? CHANNEL37<br \/>\nMa\u00dfe: B x H x T = 930 x 680 x 70 mm<br \/>\nGewicht: ca. 9 kg<br \/>\nAnschl\u00fcsse: 1 x Netz 220 V; 1 x Telefonbuchse; 1 x Video 0ut<br \/>\nFarbe: graue Schrift \/ schwarzer Grund oder graue Schrift \/ wei\u00dfem Grund<br \/>\nReichweite: (des Senders) ca. 20 m<br \/>\nLieferumfang: CHANNEL 37, Netzkabel, Beschreibung, Informationsvideo<br \/>\nLieferzeit: 3 Wochen<\/p>\n<p>Die \u00dcbertragung des Programms der ELEKTRONISCHEN GALERIE auf das kundeneigene TV Ger\u00e4t kann auf zwei Arten erfolgen:<\/p>\n<p>1.) Der im CHANNEL 37 integrierte Fernsehsender strahlt permanent das Programm in einer Reichweite von 20 Metern. Die Sendefrequenz mu\u00df lediglich am kundeneigenen TV-Ger\u00e4t eingestellt und gespeichert werden. Voraussetzung daf\u00fcr ist ein Fernsehger\u00e4t mit Zimmerantenne.<\/p>\n<p>2.) Eine zweite M\u00f6glichkeit zur \u00dcbertragung bietet der Video-Ausgang am CHANNEL37, wodurch man eine direkte Videokabelverbindung zum Fernsehger\u00e4t herstellen kann.<\/p>\n<p>PREIS EXCL. MWST ATS 18.000.-<\/p>\n<p>? LCD PANEL<br \/>\nMa\u00dfe (gesamt): B x H x T = 700 x 500 x 110 mm<br \/>\nBildschirmdaten: Anzeigetechnik: aktives Color-LCD-Panel:<br \/>\nAufl\u00f6sung: 640 x 480 Pixel mit 256 Farben;<br \/>\nsichtbare Bildschirmdiagonale: 241,3 mm<br \/>\nGewicht: ca. 6 kg<br \/>\nAnschl\u00fcsse: 1 x Netz 220 V; 1 x Telefonbuchse<br \/>\nFarbe: goldener Rahmen, mit schwarzem Passepartout<br \/>\nLieferumfang: LCD PANEL, Netzkabel, Beschreibung, Informationsvideo Lieferzeit: 3 Wochen<\/p>\n<p>Die Anzeige des Programms der ELEKTRONISCHEN GALERIE erfolgt direkt auf dem LCD-Bildschirm.<br \/>\nPREIS EXCL. MWST ATS 42.000.-<\/p>\n<p>2.) GALERIEPROGRAMM<\/p>\n<p>Der laufende Empfang des aktuellen Galerieprogramms ist kostenpflichtig. Die Verrechnungsmethode (Einziehungsauftrag, Dauerauftrag, Erlagschein) des Galerieabonnements, das monatlich im voraus zu bezahlen ist, kann individuell festgelegt werden.<\/p>\n<p>Das Abonnement kann kundenseitig innerhalb einer Frist von 3 Monaten ohne weitere Angabe von Gr\u00fcnden gek\u00fcndigt werden.<\/p>\n<p>KUNSTLABOR h\u00e4lt sich vor, den Preis des Abonnements mit einer Ank\u00fcndigungsfrist von 3 Monaten zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>ABONNEMENTPREIS PRO MONAT EXCL. MWST ATS 416,67<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":7625,"featured_media":20709,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[306,310,188,83,297],"class_list":["post-4836","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-exhibitons","tag-computergrafiken","tag-die-elektronische-galerie","tag-digitalart","tag-herbert-schager","tag-kunstlabor"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4836","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7625"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4836"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4836\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20711,"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4836\/revisions\/20711"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/20709"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schager.servus.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}